Chronik

um 1200 Falkenstein wird gegründet
1362 4. April, Gründung der Falkensteiner Kirche, gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung,
1400 20. Januar, Verpfändung der Vogtei Falkenstein durch den Markgrafen Wilhelm von Meißen an Hans von Troczeler (Trützschler),
1448 Falkenstein bekommt die Rechte einer Stadt zugesprochen (Stadterhebung),
1469 Falkenstein wird Freie Bergstadt, die einzige im Vogtland.
1501 Die Stadt bekommt ihre erste Schule und gleichzeitig den ersten Schulmeister.
1535 Falkenstein baut ein Haus der Armen. Das Hospital, auch „Spittel“ genannt.
1579 Der sogenannte „Kleine Riß“ wird bei der Rißbrücke angelegt.
1598 folgt der „Große Riß“ (Rote Göltzsch). Die beiden Floßgräben sind Teile der Elsterflöße und bringen das Scheitholz mit Muldenwasser zur „Weißen Göltzsch“.
1605 17. Juni, die Stadt kauft ein „Rath- und Schenkhaus“.
1606 30. Juni, die Stadt bekommt das Recht zugesprochen, jährlich Jahrmärkte abzuhalten.
1632 Die Pest, von den Scharen des „Wilden Holk’s“ eingeschleppt, wütet in Falkenstein.
1641 Ein verheerender Brand, ausgelöst durch Kaiserliche Dragoner, vernichtet die Stadt.
1643 Um das Eigenbewußtsein der Falkensteiner Bürger aufzuwerten, beschließt der Rat der Stadt, Falkenstein ein Stadtwappen zu geben: Hammer und Bergeisen im Schild in den Farben Blau/Weiß.
1721 Gründung der Falkensteiner Weberinnung, der stärksten Innung im gesamten Vogtland.
1764 Falkensteiner Weber bauen eine Webmaschine nach, auf der gezogene und geblümte Musseline besser hergestellt werden konnten.
1788 Falkenstein bekommt den Ehrennamen „Wiege des sächsischen Kammertuches“ (Cambray, Kambrik).
1798 In der Falkensteiner Schmelzhütte wird zum letzten Mal Zinn eingeschmolzen.
1830 Dem Webmeister Christian Lipfert gelingt die „Nacherfindung“ des französischen Jacquard- Webstuhles (beteiligt an der Nacherfindung waren noch: August Müller und Christian August Michael).
1844 Der Fabrikant Friedrich Bleyer errichtet die erste Gardinenfabrik in Falkenstein.
1848 Wilhelm Adolph von Trützschler, gewählt vom östlichen und südlichen Teil des Vogtlandes, wird Mitglied der Ersten Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt am Main.
1849 14. August, Wilhelm Adolph von Trützschler, Vorkämpfer für die deutsche Republik, wird von einem preußischen Exekutionskommando auf dem Neckarfriedhof in Mannheim standrechtlich erschossen.
1859 12./13. August – Großer Stadtbrand. Vernichtung aller Falkensteiner Hauptgebäude, dazu kommen 140 Wohnhäuser, 32 Scheunen und 97 Wirtschafts- und Stallgebäude. 253 Familien werden um ihr Hab und Gut gebracht, 1326 Menschen obdachlos. 2 Menschen werden beklagt.
1860 Die Sparkasse in Falkenstein wird eröffnet.
1865 1. November, der Falkensteiner Bahnhof wird in Betrieb genommen.
1869 3. Oktober, jetzige Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ geweiht.
1879 Grundsteinlegung zur Turnhalle des Turnvereins „TV 1840“.
1886 15. November, das neue Schulhaus (auf dem Gelände des ehemaligen alten Gottesacker) wird festlich eingeweiht (Alte Schule).
1903 19. Oktober, Falkenstein weiht sein neues Rathaus ein.

(Im Bild der Falkensteiner Carolaplatz, ca. 1905) 
1911 Sammlungstätigkeit des Museumsvereins mit dem Ziel, ein Museum zu gründen (Willy Rudert).
1912 Falkenstein erreicht höchste Einwohnerzahl in seiner Geschichte: 17812 Einwohner, bedingt durch die Blüte in der Gardinenweberei und Spitzenstickerei, bewohnen die Stadt.
1912 Eröffnung des neuen Empfangsgebäudes auf dem Gelände des Bahnhofes.
1918/19 Der Kapp-Putsch in Deutschland löst auch in Falkenstein eine Gegenbewegung aus: Max Hoelz und seine Rote Garde.
1920 Die Reichswehr beendet die Hoelziade.
1930 18. April, Eröffnung des Falkensteiner Heimatmuseums im ehemaligen Trützschlerischen Schloss.
1945 Falkenstein wird von den Amerikanern belagert und beschossen. Durch den Beschuß verlieren 11 Personen ihr Leben, und 240 Gebäude wurden leicht bis schwer beschädigt.
1950 1. Juli, Dorfstadt wird Stadtteil von Falkenstein.
1952 Beginn der Bauarbeiten für das Falkensteiner Freibad. In Dorfstadt beginnen die Bauarbeiten des Nacht-Sanatoriums für die Wismut-Kumpel. Später wird es Regierungssanatorium. Heute befindet sich hier die Berufsgenossenschaftliche Klinik für Berufskrankheiten.
1953 Der Tierpark Falkenstein wird als „Station junger Naturforscher“ gegründet.
1956 Der „Falgard“-Kindergarten, heute Kita „Knirpsenland“, wird errichtet.
1966 23. Juni, mit der französischen Stadt Harnes schließt die Stadt Falkenstein eine Vereinbarung zur Städtepartnerschaft ab.
1968 Die Falkensteiner Gardinenhersteller werden zum Kombinat VEB Plauener Gardine – Werk „Falgard“ zusammengelegt.
1971-74 Die Falkensteiner Talsperre wird gebaut.
1989 Herbst, die politische Wende eröffnet der Stadt Falkenstein neue Möglichkeiten der Entwicklung.
1989-92 Bau des ersten Alten- und Pflegeheims in der Stadt Falkenstein.
1990 Die CDU gewinnt die ersten freien Wahlen in Falkenstein. Arndt Rauchalles (CDU) wird Bürgermeister in Falkenstein. Mit der Stadt Stein (bei Nürnberg) wird eine Städtepartnerschaft vollzogen.
1991 In der Stadt Falkenstein beginnen die Arbeiten für ein großes Sanierungsprogramm. Die schönen Häuser aus der Gründerzeit in Falkenstein werden von den Besitzern mit großem Aufwand rekonstruiert. Die Fassaden erstrahlen in neuem Glanz.
Das Falkensteiner Stadtfest
1992 Die Stadt Falkenstein erschließt das erste Gewerbegebiet an der Plauenschen Straße und schafft somit als eine der ersten Städte die Voraussetzungen für die gewerbliche Entwicklung.
1993 Ein entscheidender Schritt zur Belebung der Innenstadt ist, dass der 1. Abschnitt der Schlossstraße zur Fußgängerzone umgebaut wurde. In den folgenden Jahren werden auch die beiden übrigen Abschnitte umgestaltet. Der traditionsreiche Gardinenhersteller „Falgard“ der Plauener Gardine muß aufgrund des dramatischen Rückgangs der Textilindustrie schließen. Das neu errichtete Stadion als Sport- und Freizeitpark Falkenstein wird eingeweiht. Damit sind die Voraussetzungen für die künftig in Falkenstein stattfindenden nationalen Wettkämpfe geschaffen. Mit den Gemeinden Oberlauterbach und Neustadt wird eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
1994 kommt noch die Gemeinde Trieb mit dem Ortsteil Schönau hinzu.
1995 Falkenstein wird in das Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierung“ aufgenommen. Für die Hauseigentümer im Sanierungsgebiet können somit Zuschüsse zu ihren Haussanierungen gegeben werden.
1998 Mit großem finanziellen Aufwand werden die Schulen in der Stadt Falkenstein rekonstruiert und haben eine eigene Turnhalle. An der Grund- und Mittelschule (Hauptstraße) wird ein Anbau errichtet, in dem neben einer Turnhalle auch 6 Klassenzimmer integriert wurden. Ebenso sind alle Kindereinrichtungen der Stadt modernisiert. Die Stadt Falkenstein begeht die Feierlichkeiten anlässlich ihres 550 jährigen Bestehens. Am 22. Juni 1998 wird die Stadt Falkenstein von einer "Windhose" getroffen. Teilweise wurden Dächer Abgedeckt oder vom Haus gerissen. Bäume wurden entwurzelt, Autos durch herumfliegende Gegenstände beschädigt, Fensterscheiben gingen zu Bruch und Häusergiebel sind abgestürzt. Ein Mann ist von einem herunterfallenden Ast am Kopf verletzt worden. (http://www.tornadoliste.de/19980622falkenstein.htm)
1999 1. Januar, Oberlauterbach, Schönau und Trieb werden Ortsteile von Falkenstein und erhalten jeweils Ortschaftsräte. Mit der Gemeinde Grünbach wird eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Die Stadt Falkenstein erwirbt die Textilbrache „FALGARD“ aus der Konkursmasse und beginnt auf ca. 10 ha deren Revitalisierung. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf über 9,7 Mio. E (19 Mio. DM).
2001 Das neue Gewerbegebiet „FALGARD“ wird übergeben. Im Herzen der Stadt stehen Entwicklungsflächen für die gewerbliche Wirtschaft zur Verfügung.
2004 Die Stadt Falkenstein schließt mit Ellefeld und Grünbach Vereinbarungen zum Erhalt der Schulen ab, in dessen Folge eine zentrale Mittelschule in der Stadt Falkenstein entsteht und die Grundschulen in den Orten gesichert werden.
2005 Der Wiederaufbau des Rittergutes „Adlershof“ in Oberlauterbach wird mit der Errichtung des „Ländlichen Entwicklungszentrums Vogtland“ fortgesetzt. In Trieb wird das Jugend- und Seniorenzentrum eröffnet. Schönau erhält ein neues Feuerwehrgerätehaus.
2006 Die Schule an der Hauptstraße wird zu einer zweizügigen Grundschule mit Ganztagsangeboten umgebaut. Am Sport und Freizeitpark beginnen die Arbeiten zur neuen 2-Feld-Sporthalle.
 Panorama Bild